Landkreis wehrt sich weiter gegen homophoben Leo e.V.

Wir haben euch bereits letzte Woche vom Leo e.V. berichtet. So war der Verein, in dessen Seminaren Homosexualität als angeblich kurierbares „psychisches Problem“ bezeichnet wurde, vom früheren CDU-Landtagsabgeordneten und Pfarrer Bernhard Ritter gegründet. Nach einer erstmaligen Medienberichterstattung über den Verein, wurde Leo e.V. (Gesellschaft für Lebensorientierung)  vor über zwei Jahren die freie Trägerschaft in der Jugendhilfe abgesprochen. Daraufhin klagte Leo e.V.  beim Verwaltungsgericht Halle/Saale und der Ausschluss als Jugendhilfeträger musste auf Grund „mangelnder Beweise“ wieder rückgängig gemacht werden. Zweieinhalb Jahre nach dem Ausschluss des Leo e.V. sollte nun am Montagabend der Kreistag Mansfeld-Südharz erneut über die homophobe Initiative beraten. Es wäre juristisch klüger keine Berufung gegen das laufende Urteil vom Verwaltungsgericht Halle/Saale einzulegen, sondern stattdessen zu prüfen, ob die Voraussetzungen für einen Widerruf der Anerkennung als freier Träger der Jugendhilfe für Leo e.V. in Betracht kommen.

Wir sprachen über die Beschlüsse des Jugendhilfeausschusses und den Leo e.V. mit Christine Kümmel (die LINKE), Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses Mansfeld-Südharz.

Mehr Infos dazu unter: https://leowatchblog.wordpress.com/

2 thoughts on “Landkreis wehrt sich weiter gegen homophoben Leo e.V.

  1. Yvette

    Ich verstehe nicht, warum das Thema noch diskutiert wird. Wen interessiert das? Ich wundere mich wirklich. zumindest in Halle haben wir im sozialen Bereich gerade ganz andere Probleme auf dem Schirm. Ich finde es einfach schade um die ganze Power, die wir an anderen Stellen echt gut brauchen könnten… 😐

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    1. udo

      Nunja, als Schwuler interessiert es mich schon, dass es in der Gegend von Halle immer noch Menschen gibt, die glauben, ich sei heilbar oder verwirrt … Insofern finde ich, dass der Aufwand lohnt.
      Allerdings teile ich deine Verwunderung darüber, dass im Jahr 2016 Menschen immer noch Angst haben vor Männern, die mit Männern Sex haben. Und ja: es gibt auch andere, sehr drängende soziale Probleme in Halle. Deshalb nicht mehr auf Homophobie und Diskriminierung zu schauen, halte ich aber für gefährlich.

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