Stoplersteine als ambivalente Gedenkform

Die Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig erinnern an Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden. Sie werden vor dem letzten selbstgewählten Wohnsitz der betroffenen Personen in den Gehweg eingelassen. Durch Spenden finanziert wurden in Halle bereits 242 Stolpersteine verlegt. Der Zeitgeschichten e.V. organisiert die Verlegungen und betreibt dazu Recherchen zu den Biografien der Betroffenen. Im Rahmen der Jüdischen Kulturtage findet am Sonntag den 24.11. ein Stadtrundgang zu den Stolpersteinen statt. Wenige Tage später werden durch Gunter Demnig weitere Stolpersteine in Halle verlegt. Die populäre Gedenkform der Stolpersteine stößt nicht nur auf Begeisterung und Befürwortung. Es gibt auch kritische Stimmen, die dieser Gedenkform ambivalent gegenüberstehen. So wird die Art und Weise, wie das Projekt durch Gunter Demnig selbst und durch Geschichtsvereine und Privatpersonen möglichst öffentlichkeitswirksam vermarktet wird, als Ausdruck einer brachialen Gedenk- und Erinnerungskultur angesehen. Radio CORAX hat sich mit der Kritik an den Stolpersteinen auseinandergesetzt.

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